Rasseinformationen

Die Rasse Cane Corso wurde 1996 von der FCI (Federation Cynologique Internationale) anerkannt. Doch reicht die Geschichte dieser Hunde weit zurück in die Zeit des Römischen Reichs. Im 4.Jahrhundert waren diese Hunde weit verbreitet in den ländlichen Gebieten Süditaliens. Dort machten sie sich nützlich als Viehtreiber und Wächter der großen einsamen Bauernhöfe. Sie halfen bei der Jagd auf Wildschweine und zogen auch mal einen Karren und zusammen mit ihren Menschen in den Krieg. Nach dem zweiten Weltkrieg waren die Hunde vom Schlag der Cane Corso nahezu ausgestorben. Das einzigartige Rettungsprogramm einiger passionierter Hundeliebhaber rettete die verstreuten Restbestände und dank der engagierten züchterischen Bemühungen hat sich die  Rasse der Cane Corso gefestigt und findet nun Anhänger und Freunde in der ganzen Welt.
Der Cane Corso wird definiert als ein mittelgroßer, (bis 68 cm, 50 kg),  robuster und athletischer Molosser. Das kurze Haarkleid erscheint in verschiedenen Farben (schwarz, grau, blau, braun, sandfarben )gestromt oder nicht gestromt, mit oder ohne weiße Abzeichen. Die Ohren sind sehr hoch angesetzt, dreieckig, hängend, mit einem breiten Ansatz.

Seine gesamte Morphologie ist geprägt von der Verwendbarkeit als Gebrauchshund und damit frei von Überzüchtungen wie stark verkürzter Oberkiefer, extreme Faltenbildung, Hängelieder, Körpermasse etc.


Wer sich in den Cane Corso wegen seiner bestechenden Optik verliebt, wird von seinem Charakter erst recht begeistert sein. Diesem Hund ist seine Familie heilig. Er liebt seine Menschen und alles was seine Menschen lieben(z.B. andere Hunde, Katzen, Hühner usw.)Selbstverständlich muss der Welpe oder Junghund von seinem Rudelführer gesagt bekommen, wer und was dazugehört! Ohne Erziehung geht auch beim Cane Corso nichts. Gegen Fremde bleibt er misstrauisch, bewacht Haus und Hof, ohne Aufdringlichkeit, Hektik und unsinniges Bellen. Er ist ganz einfach da, selbstbewusst und gelassen. Doch wie alle Hunde kann er seine positiven Anlagen erst in einem hundegerechten Umfeld entwickeln. Er muß geliebt aber auch erzogen werden, nicht mit Brutalität sondern mit liebevoller Bestimmtheit.

Ein guter Cane Corso braucht Familienanschluss, weggesperrt in einem Zwinger verkümmert seine sensible Seele und er wird entweder scheu und "komisch" oder aggressiv. Was nicht heißen soll, dass er nicht mal alleine sein kann oder in seinem ihm zugewiesenen Bereich warten muss.

Der Cane Corso findet in der heutigen Zeit seine Verwendung in erster Linie als Top Familienhund, der unauffällig in sein Menschenrudel integriert und dort doch unübersehbar ist! Als geborener Wächter braucht er sich oftmals nur zu zeigen, um eine Situation zu klären
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Cane Corsos arbeiten bei der Polizei, beim Grenzschutz, gehen gut auf der Fährte, sie sind für bestimmte Hundesportarten geeignet.


Der Cane Corso wird in Bayern und Brandenburg, in Liechtenstein und in den Schweizer Kantonen Genf, Freiburg, Schaffhausen, Thurgau und Tessin in Rasselisten als Listenhund geführt. Im Kanton Genf ist seine Haltung verboten.

Im § 10 vom Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen werden Hunde der Rasse Alano mit gefährlichen Hunden weitgehend gleichgestellt.

„Zunächst wurde beim Vollzug des Gesetzes davon ausgegangen, dass zu den Hunden der Rasse Alano auch Hunde der Rassen Cane Corso und Dogo Canario wegen ihrer gemeinsamen Abstammung zugehörig seien. Das Verwaltungsgericht Köln hat mit rechtskräftigem Urteil vom 6. September 2007 (Az. 20 K 5671/05) jedoch entschieden, dass Hunde der Rassen Cane Corso und Dogo Canario keine Hunde im Sinne von § 10 Abs. 1 LHundG NRW sind.“

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen